Dresden im Dezember

Der einzigartige Geruch von Glühwein kombiniert mit Mandeln und Bratwurst liegt in der Luft, Weihnachtsmusik dudelt im Hintergrund und eine Menschentraube versammelt sich um eine Bühne, auf der ein 3 Tonnen schwerer Stollen präsentiert wird: Das ist Dresden im Dezember.

Sachsens Landeshauptstadt ist ja für vieles bekannt: die Semperoper, das blaue Wunder, die Kunstakademie, Wutbürger… Ein besonderes Erlebnis ist Dresden jedoch im Winter: Gefühlt verwandelt sich die gesamte Stadt in einen riesigen Weihnachtsmarkt und man kann sich von Bude zu Bude treiben lassen, während man die Stadt erkundet.

Striezelmarkt

An einem der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands führt kein Weg vorbei: vom Hauptbahnhof muss man einfach dem Strom der Menschen folgen, die sich von der Prager Straße in Richtung Alter Markt treiben lassen. Der Striezelmarkt ist zwar in seiner beeindruckenden Größe etwas unübersichtlich, lässt sich aber vom Eingangstor oder vom Riesenrad gut überblicken. Bude an Bude reihen sich nebeneinander -Winzerglühwein, Heidelbeerglühwein, Grog, Eierpunsch, Weißer Glühwein, Apfelpunsch und so weiter. Durstig bleibt niemand. Aber nicht nur die Großen haben Spaß am Weihnachtsmarkt: Für Kinder gibt es Puppentheater, Bastelstuben, Backworkshops und sogar eine Märchenwelt.

Eine schöne Tradition und sicherlich das Highlight der Dresdner Weihnachtsmärkte, ist die Enthüllung des Dresdner Christstollen. Hunderte Bäcker und Konditoren haben in Meisterarbeit einen 3,26 Meter langen und 1,76 Meter breiten Christstollen gebacken, der sage und schreibe drei Tonnen wiegt. Dieser wird am zweiten Samstag im Dezember in einem festlichen Umzug durch die Stadt getragen. Am Striezelmarkt angekommen, wird der Stollen feierlich angeschnitten und in 500 Gramm Portionen zu je 6 Euro für einen guten Zweck verkauft. Klar, dass da die Schlangen lang waren.

Historischer Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt

Eine schöne Alternative zum überfüllten Striezelmarkt, ist der Weihnachtsmarkt vor der Frauenkirche. Der Markt ist etwas kleiner und übersichtlicher und gilt als der historische Weihnachtsmarkt. Hier findet man allerlei handgefertige Waren, diverse Leckereien wie Baumstriezel oder heiße Maronen und natürlich Glühwein in allen erdenklichen Sorten. Außerdem kann man von hier auch die Frauenkirche besuchen und einen Spaziergang durch die Münzgasse zu den Brühlschen Terassen an der Elbe machen. Die Semperoper ist auch nur ein Katzensprung entfernt und auf dem Weg kann man dem ein oder anderen Straßenmusiker lauschen, der besinnliche Weihnachtslieder auf Trompete oder Klavier spielt.

Neustadt

Und zum Aufwärmen

Wer wie ich kein begnadeter Trinker ist, braucht bald eine andere Wärmequelle als Alkohol, um wieder Energie für das Sightseeing zu sammeln. Ein Besuch im Albertinum bietet sich hervorragend an, nicht nur um wieder warm zu werden. Das Museum hat beeindruckende Werke von Künstlern aus beinahe allen Epochen. Aus Zeitgründen waren wir nur im 3. Stock,  in dem Künstler der Romantik wie Caspar David Friedrich, der Neuen Sachlichkeit wie Otto Dix, bis hin zur heutigen Zeit mit Gerhard Richter hängen. Sehr beeindruckend so viele bekannte Künstler auf einem Stockwerk versammelt zu sehen.

Albertinum in Dresden
Albertinum in Dresden

 

Mein Fazit

Dresden ist eine tolle Stadt, die sich gut in zwei Tagen entdecken lässt. Aufgrund der Hochsaison, die die Stadt im Dezember erlebt, waren allerdings die Hotels wahnsinnig teuer und kaum noch verfügbar. Wenn es mich mal wieder in die Ecke verschlägt, würde ich zusätzlich total gerne eine Radtour ins Umland machen, um die gleichen Landschaften zu entdecken, die ich im Albertinum auf Caspar David Friedrichs Gemälden bestaunt habe.

2 Gedanken zu „Dresden im Dezember

  1. Sehr schön geschrieben und tolle Eindrücke! Ich war letztes Jahr auch zur Weihnachtszeit in Dresden, das ist wirklich etwas besonderes und echt empfehlenswert. Mir hat es die Vielfalt an Stollen-Kreationen besonders angetan… aber auch der Rest der Stadt ist schön! 😀
    Ins Museum haben wir es nicht geschafft. Das nehme ich mir für den nächsten Besuch dann vor. Danke für die Tipps!
    LG,
    Nina

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    1. Finde ich auch! An unserem Wochenende waren leider so viele Menschen in der Stadt, dass wir gar nicht bis zum Original Stollen vordringen konnten 😀 würde Dresden nächstes Mal auch bei wärmeren Temperaturen besuchen, ist sicherlich ein ganz anderes Feeling.
      LG
      Laura

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