Zeit für einen neuen Wintersport: Skitouren

Sobald es nur ein bisschen nach Schnee aussieht, juckt es mich in den Fingern und ich will sofort auf die Piste. Mit Ski und Snowboard bin ich schon seit vielen Jahren unterwegs. Raus in die Berge, rein in die Gondel und los gehts. Natürlich macht das Spaß, aber im Einklang mit der Natur ist man als Skifahrer schon lange nicht mehr. Also wurde es auch für mich Zeit mal etwas anderes auszuprobieren – Skitouren! Lange dachte ich Skitouren ist nichts für junge Leute, aber ich wurde schnell eines besseren belehrt, denn diese Erfahrung ist mit das Anstrengendste und gleichzeitig Schönste was ich in letzter Zeit ausprobiert habe.

Tourenski ausleihen

Natürlich besitze ich aktuell selber noch keine Tourenski, weshalb ich mir das gesamte Equipment beim DAV ausgeliehen habe. Für DAV-Mitglieder gibt es dort Ski, Felle, Bindung und Schuhe für etwa 25 Euro pro Tag. Meine Empfehlung ist es die Tour auf einen Samstag zu legen, so kannst du die Ski nämlich am Freitagabend leihen und am Samstagabend wieder zurück geben und sparst dir die Ausleihgebühr für einen Tag. Ausleihen kann man sich die Ski bei Globetrotter oder im Sport Schuster, jeweils in den DAV- Stellen. Wichtig ist es die Ski unbedingt ein paar Tage vorher online zu reservieren. Vor allem an schönen Wochenenden sind die Tourenski schnell ausgebucht.

Sonnenaufgang
Auf in die Berge

Von der Taubsteinbahn zum Tanzeck

Unsere Tour ging zum Spitzingsee, genauer gesagt zum Tanzeck, dieser kleine Gipfel vor dem Aiplspitz ist bei Skitourengehern sehr beliebt. Von dem Aussichtspunkt hat man einen großartigen Blick auf die umliegende Bergwelt.

Wir starteten sehr früh in München los und waren schon um 8:30 Uhr am Parkplatz der Taubensteinbahn. Hier war mehr los als erwartet – Skitouren haben sich schon fast zu einer Trendsportart entwickelt. Der Weg startet an der Skipiste und führt zunächst über einen richtig steilen Hang. Mich als unerfahrene Skitourengeherin stellte das gleich zu Beginn vor einige Herausforderungen, aber mit Mühe und Not schaffte ich dieses erste Hindernis.

Nach einer guten Stunde erreichen wir die Schönfeldalm, die sich nun unter uns befand. Diese ist ein geeigneter Ort für eine kurze Verschnaufspause bevor man die Obere Schönfeldhütte anpeilt. Die Pause war für mich auch bitter nötig, denn mit Skiern bergauf zu gehen, ist sehr anstrengend. Es folgt ein weiterer steiler Hang mit angrenzenden Felswänden, den man mit vielen Kehren, das bedeutet sozusagen im Slalom bergauf, besteigen muss. Hier hab ich einfach nur einen Ski vor den anderen gesetzt und versucht nicht nach oben zu sehen.

Sobald wir die Felswände umrundet hatten, wurde es für kurze Zeit etwas flacher. Das meisterten wir ganz wunderbar und hatten dann genug Kraft für den letzten steilen Aufstieg zum Tanzeck. Nach etwa 2,5 Stunden haben wir den höchsten Punkt unserer Tour erreicht. Hier fegte ein bitterkalter Wind durch, weshalb wir uns nicht lange am Gipfel aufhielten sondern uns auf die Abfahrt vorbereiteten.

Die Abfahrt macht als begeisterter Skifahrer natürlich immer großen Spaß vor allem bei Neuschnee und Powder. Mich hat diese Sportart sofort überzeugt, selbst wenn der Muskelkater danach nicht lange auf sich warten lies. Die nächste Tour kommt bestimmt bald.

Habt ihr auch schon einmal eine Skitour gemacht und Tipps für gute Anfängertouren? Ich freue mich über eure Ideen!

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