La vida cubana: Meine Kubarundreise

Kuba ist ein Land voller Gegensätze: hier treffen Armut, Verfall und Aussichtslosigkeit auf karibische Traumstrände und heiße Salsa-Rhythmen. Die Uhren ticken in dem sozialistischen Inselstaat noch etwas anders und für viele Dinge braucht man hier einfach etwas mehr Geduld und Improvisationsvermögen. Dennoch oder auch gerade deshalb stand Kuba auf meiner Reiseliste immer schon ganz weit oben. Falls du also auch eine Kubareise planst oder dich einfach nur inspirieren lassen willst, findest du hier ein paar Highlights meiner Rundreise.

Im April 2017 ging es für mich zusammen mit einer Freundin nach Kuba. In der Karibik ist der Frühling eine sehr angenehme Reisezeit. Insgesamt waren wir 12 Tage unterwegs, was im Nachhinein natürlich etwas zu kurz war, aber so geht es einem bei Reisen ja meistens.

Varadero – ein touristisches Strandparadies

Unser erster Stopp war Varadero. Die Stadt ist die Touristenhochburg Kubas und wie zu erwarten, reiht sich auf der Halbinsel auch Hotel an Hotel. Wir übernachteten allerdings in einem sehr schönen Casa Particular, also im Gästezimmer Einheimischer. Die meisten Hausbesitzer bieten Privatzimmer oder sogar Wohnungen an, zu erkennen sind diese an dem blauen Anker am Hauseingang. In Kuba ist es gang und gäbe dort zu übernachten. Inzwischen kann man viele Zimmer auch schon im Voraus online buchen, man wird aber normalerweise auch noch Vorort fündig. Für mich definitiv die beste Art in Kuba zu übernachten. Unsere Vermieter boten uns jeden Morgen ein köstliches Frühstück an und da es in Kuba sehr schwierig ist Lebensmittel einzukaufen, haben wir das Frühstück in unseren Casas Particulares immer genutzt. Es gab jeden Morgen Kaffee, frisches Obst und Omelette und Toast. Ein Feinschmecker oder Gourmetland ist Kuba keinesfalls. Selbst in Varadero, mit all den Touristen, sollte man sich nicht zu viel von der Küche erhoffen, zumal viele Gerichte ständig ausverkauft sind. Die Stadt ist etwas teurer als der Rest des Landes und an vielen Stellen leider auch nicht wirklich authentisch. Der Strand ist jedoch traumhaft schön. Für mich war Varadero ein guter Start in den Urlaub, um sich erst einmal an Land und Leute zu gewöhnen und das Spanisch etwas aufzubessern. Sprachkenntnisse sind in Kuba sehr von Vorteil, denn auf Englisch kann man sich hier nur schwer verständigen.

Meine Highlights in Varadero:

  1. Den Sonnenuntergang am Strand anschauen. Hier geht die Sonne noch direkt im Meer unter. Das war einer der schönsten Sonnenuntergänge am Meer, die ich je gesehen habe.
  2. Mit dem Touribus die Halbinsel erkunden, nicht teuer und aus dem  Doppeldeckerbus hat man einen super Ausblick.
  3. Einen Cocktail mit Livemusik in der Bodeguita del Medio genießen, die Bar ist zwar dem Original in Havanna nachempfunden, die direkte Nähe zum Strand gibt es aber nur hier.
Sunset
Sonnenuntergang in Varadero
Fruits
Frühstück im Casa

Viñales – die grüne Seele

Unsere Reiseroute ging weiter nach Viñales, hier wurden unsere Nerven zum ersten Mal auf der Reise auf die Probe gestellt. Wir wollten als typische deutsche Touristen unser Busticket gerne einen Tag im Voraus kaufen und bekamen zunächst die Info, dass der Bus für die nächsten zwei Tage ausgebucht sei. Glücklicherweise haben wir nochmal mit unseren Vermietern gesprochen, die uns wieder beruhigten und erklärten, dass es vollkommen genügt die Tickets am Abreisetag eine Stunde vor Abfahrt zu erwerben. Einen Platz gibt es dann irgendwie immer noch. Das ist wohl Teil der kubanischen Gemütlichkeit, die – sobald ich mich daran gewöhnt hatte – eine sehr liebenswürdige Eigenschaft ist. Die Busse sind übrigens von Viazul und sehr gut ausgebaut. Natürlich muss man etwas Zeit einplanen aber man kommt problemlos überall hin.

In Viñales übernachteten wir auch in einem Casa Particular. Hier hatten wir vorher nicht reserviert. Es war aber kein Problem eine Unterkunft zu finden. Die meisten Hausbesitzer warten direkt an der Bushaltestelle und hoffen auf Gäste. Natürlich zählt etwas Glück dazu direkt eine schöne Unterkunft zu finden. Wenn die Unterkunft einem nicht zusagt, darf man sich aber auch mal erlauben noch weiter zu suchen.

Die Landschaft rund um die kleine Ortschaft ist herrlich. Wir haben uns auf Anhieb richtig wohl gefühlt und uns drei Tage einfach nur treiben lassen. Nicht umsonst trägt die Gegend den Namen grüne Seele.

Meinen Highlights in Viñales:

  1. Mit dem Fahrrad das grüne Umland erkunden. Die Fahrräder sind natürlich nicht im besten Zustand, sie erfüllen aber ihren Zweck. Unsere Vermieterin hat sie uns für umgerechnet 5 Euro den ganzen Tag ausgeliehen und so fuhren wir das ganze Umland ab. Es gibt um Viñales mehrere Aussichtspunkte, sogenannte Miradores. Einen sehr schönen und nicht allzu überlaufen Ausblick hat man von Balcón de Valle, einem kleinen Restaurant etwas außerhalb der Stadt.
  2. Im Restaurant La Esquinita einkehren. Das ist ein winziges Restaurant aber es gibt meiner Meinung nach die besten Mojitos und auch frisch gegrillte Gemüsespieße. Mit der schönen kubanischen Musik im Hintergrund vergisst man hier vollkommen Raum und Zeit.
  3. Den Tag im Centro Cultural ausklingen lassen. Hier gibt es ein paar Salsashows, die sehr beeindruckend sind. Hauptsächlich kann man aber selber Salsa tanzen und da jeder Kubaner den Rhythmus im Blut hat, konnten wir unsere Salsaskills auch noch etwas aufbessern.

Havanna- die pulsierende Hauptstadt

Von Viñales sind wir mit einem Taxi Collectivo nach Havanna gefahren. Unsere Vermieterin hat das Taxi für uns reserviert, da sie natürlich gute Kontakte in der Stadt  hat. Wir haben uns das Taxi mit zwei anderen Touristen geteilt und bezahlten einen sehr guten Preis. In Havanna angekommen, war es diesmal gar nicht so leicht unser Casa Particular zu finden. Durch die Lage in der Altstadt (Habana Vieja) mussten wir noch etwa einen Km zu Fuß laufen. Als wir unser Casa gefunden hatten, gab es erstmal eine schlechte Nachricht. Da es in der Straße seit zwei Tagen kein warmes Wasser gab, konnten wir nicht in unser Zimmer. Die nette Vermieterin hat sich aber sofort darum gekümmert uns eine andere Unterkunft zu suchen, in die wir dann bald darauf auch einziehen durften. An die Stadt musste ich mich nach der Ruhe in Viñales erst einmal gewöhnen. Wir haben uns zunächst viel in Habana Vieja aufgehalten und in der Nähe der Malecón. In den Gassen der Altstadt verläuft man sich ganz einfach und entdeckt so durch Zufall wunderschöne Orte.

Meine Highlights in Havanna:

  1.  Die Azucar Lounge auf dem Plaza Vieja. Hier hat man eine tolle Aussicht über den Platz und es gibt sehr leckere Daiquiris.
  2. Eine Rikscha-Fahrt durch Habana Vieja. Das ist vor allem abends ein tolles Erlebnis die Gassen mal im Vorbeifahren zu sehen und vor allem auch sehr romantisch.
  3. Den Straßenkünstlern zuhören. In Havanna gibt es an jeder Ecke begnadete Sänger, die einen einfach direkt mitreißen.
  4. Und natürlich Churros kaufen, diese Dinger sind einfach nur köstlich.

Das waren die Tipps und Highlights meiner Kubareise, ich hoffe der ein oder andere Tipp hilft euch bei der Planung und machen eure Reise auch zu einem echten Erlebnis.

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