Die besten Kurztrips für ein langes Wochenende

Ostern steht kurz vor der Tür und somit auch ein paar freie Tage, die man gut für einen Kurztrip nutzen kann. Auch wenn ich in diesem Jahr Heimaturlaub bevorzuge, möchte ich euch eine Auswahl meiner europäischen Lieblingsstädte auflisten, die sich ausgezeichnet für einen drei Tages-Trip eignen:

Mailand

Manche Städte lösen in mir sofort ein positives Gefühl aus. So positiv, dass ich mir vorstellen könnte dort zu leben. Bei Mailand war das genau der Fall. Die italienische Modehauptstadt hat mich mit ihrer Eleganz und ihrem Charme ganz verzaubert. Die Kombination aus schickem Luxus, wie etwa auf dem großen Domplatz und der danebenliegenden Galleria Vittorio Emanuele II und kreativen sowie grünen Ecken mit Streetart und versteckten Hinterhöfen, wie etwa in Navigli, haben es mir echt angetan. Hier meine drei Geheimtipps für euren Mailandbesuch:

  • Museo del Novecento auf dem Domplatz: Sowohl das Gebäude, als auch die Ausstellung sind beeindruckend. Hier findet sich Kunst des 20. Jahrhunderts mit Werken von Kandinsky, Picasso, Georges Braque oder auch Giorgio de Chirico. Von der oberen Etage hat man zudem einen tollen Blick auf den Dom. Der Eintritt liegt bei etwa 14 Euro.

 

  • Streetart und Drinks in Navigli: Das Viertel ist vor allem für Restaurants und das Nachtleben bekannt. Tagsüber lohnt sich die Gegend aber auch sehr, da viele Gassen von beeindruckenden Graffiti verziert wurden und es zudem viele versteckte grüne Oasen gibt. Abends kann man in einem der zahlreichen Restaurants am Kanal für 10 Euro ein All you can eat Buffet genießen. Sehr lohnenswert!
Cafes in Navigli
Cafes in Navigli
Versteckte grüne Ecken in Mailand
Versteckte grüne Ecken in Mailand
  • Einen 100 Meter hohen Wald bewundern: 2014 wurde der Bosco Verticale fertiggestellt – zwei Türme eines Wohnhauskomplexes auf dem etwa 900 Bäume gepflanzt wurden. Der urbane Raum soll dadurch besser genutzt und die Biodiversität gefördert werden. Am angrenzenden Park kann man sich ausruhen und die Sicht auf die grünen Hochhäuser bewundern.
Bosco verticale in Mailand
Bosco verticale in Mailand

Madrid

Madrid stand lange nicht auf meiner Reiseliste. Als ich dann aber sechs Monate in Spanien studiert habe, war ein Wochenend-Trip in die spanische Hauptstadt natürlich ein Muss. Im Vergleich zu anderen spanischen Städten, fällt hier sofort das internationale Flair auf. Auf der Straße hört man alle möglichen Sprachen und alle verstehen Englisch. Das ist in Spanien sonst eher die Ausnahme. Neben dem Museo del Prado, dem Königspalast und la puerta del sol, sollten diese drei Sehenswürdigkeiten auf keinen Fall während eures Madrid Besuches fehlen.

  • Rooftopbar Circulo de bellas ArtesIm siebten Stock des Museums der schönen Künste erwartet euch eine grandiose 360° Aussicht auf Madrid. Aus dieser Höhe hat man eine tolle Sicht auf die Gran Via und Alcalá Staße, das Colon Gebäude, den Retiro Park, das Prado Museum und so weiter. Mehrere Liegen und leckere Drinks laden zudem zum Entspannen und Verweilen ein. Der Eintritt kostet vier Euro.
Blick von der Rooftop Bar
Blick von der Rooftop Bar

 

  • El Rastro Flohmarkt: Ein Flohmarktbesuch gehört für mich zu einem festen Bestandteil meiner Städte-Trips. El Rastro ist einer der ältesten und beliebtesten Straßenmärkte Madrids und bietet unzählige Stände an Trödel, Antiquitäten und Kuriositäten. Samstagvormittag eignet sich am besten für einen Besuch.

 

  • Tapas Essen: Eine der vielen Dinge, die ich in Spanien lieben gelernt habe, sind Tapas. Zu jedem Getränk werden in der Regel Oliven, kleine Brötchen mit verschiedenen Aufstrichen, Chips oder andere Kleinigkeiten kostenfrei gereicht. In Madrid gehören die kostenlosen Tapas zwar leider nicht zum Standard, aber glücklicherweise gibt es genug Restaurants, in denen man für die leckeren Häppchen dann eben bezahlt. Besonders cool fand ich das Restaurant Lizarran.  Dort bekommt ihr Unmengen von Tapas am Flying Buffet geliefert und könnt ordentlich schlemmen.
Charmantes Cafe in Madrid
Charmantes Cafe in Madrid

Porto

In meinem Lissabon Beitrag habt ihr sicherlich schon gemerkt, dass ich sehr begeistert von der portugiesischen Architektur und Kultur bin. Ich kann auch gar nicht sagen, ob ich Porto oder Lissabon schöner finde. Fakt ist, dass beide Städte wahnsinnig toll sind und mit marodem Charme, gutem Essen und frischer Meeresluft überzeugen. Meine drei (mehr oder weniger) Geheimtipps für Porto.

Blick auf Porto
Blick auf Porto
  • Buchhandlung Lello: Die livrarira lello wird zu den schönsten Buchhandlungen der Welt gezählt. Das Gebäude ist im Jugenstil errichtet und im Inneren zieht eine geschwungene Holztreppe, alle Blicke auf sich. Man sagt, dass Joanne K. Rowling, inspiriert von dieser Buchhandlung und der Stadt Porto im allgemeinen, die Harry Potter Romane entwickelt hat. Und ich habe mich wirklich ein bisschen wie in Hogwarts gefühlt durch die deckenhohen Büchertürme, die geschwungene, leicht gebogene Holztreppe und die prachtvolle Deckenfassade. Leider durfte man von der Innenansicht keine Fotos machen, so dass ich euch hier nur das Gebäude von außen zeigen kann.
Bibliothek Lello in Porto
Bibliothek Lello in Porto

 

  • Bahnhof Porto São BentoDer Bahnhof, der sich auf dem Gelände eines früheren Klosters befindet, hat eine wunderschöne Innenfassade. Die Bahnhofshalle ist mit zahlreichen Azulejos (typische portugiesische Fliesen) geschmückt, auf denen verschiedene historische Fakten zu Portugal abgebildet worden sind. Hier kann man wirklich tolle Fotomotive entdecken.
Bahnhof in Porto
Die Geschichte Portugals auf Kacheln

 

  • Nachtleben in Porto: Zugegeben, es gibt noch zahlreiche andere großartige Sightseeing Tipps für Porto, die ihr in allen möglichen Reiseführern nachlesen könnt. Wirklich beeindruckt war ich tatsächlich vom Nachtleben. Die Party findet nämlich auf der Straße statt. Und das mag ich so an südländischen Städten. Man kauft sich einen Drink in der Bar, geht auf die Straße, kommt ins Gespräch mit fremden Leuten und zieht dann weiter in die nächste Bar. Die  Galeria de Paris und Rua de Candido dos Reis sind der perfekte Start für eine lange Nacht in Porto. Hier reihen sich Bar an Bar mit unterschiedlicher Musik und man kommt schnell ins Gespräch mit Einheimischen oder anderen Touristen.
Blick auf Porto
Blick auf Porto

 

Kopenhagen

Um auch ein bisschen skandinavisches Flair einzubringen, möchte ich euch noch Kopenhagen ans Herz legen. Die dänische Stadt erinnert zum einen an Amsterdam mit den vielen Kanälen, zum anderen gibt es auch viele alternative Ecken, die ein bisschen mit Berlin vergleichbar sind. Meine Highlights:

  • Mit dem E-Bike die Stadt erkunden: das tolle an Kopenhagen ist, dass die Stadt so fahrradfreundlich ist. Was in Deutschland noch Wunschdenken ist, wurde hier perfekt umgesetzt: eigene Fahrradspuren und zwar überall. Dazu kann man sich überall E-Bikes ausleihen und die ersten 30 Minuten fährt man sogar kostenlos. Außerdem ist bei jedem Fahrrad ein Navi dabei, so dass ihr euch nicht verfahren könnt. So macht Sightseeing wirklich Spaß!
Die kleine Meerjungfrau
Die kleine Meerjungfrau

 

  • Streetfood-Market: Ich liebe Markthallen. Auf der „Papier-Insel“ gibt es eine besonders schöne Halle. Hier gibt es Spezialitäten aus aller Welt und natürlich auch heimische Köstlichkeiten aus Dänemark. Bei sonnigem Wetter kann man draußen sitzen mit Blick auf das Opernhaus.
Markthalle auf den Papier Inseln
Markthalle auf den Papier Inseln
Blick auf Kopenhagen
Blick auf Kopenhagen

 

  • Christiania: Das Hippie Viertel ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein echtes Phänomen. Christiania ist eine autonome Gemeinde oder Kommune, in fester Hand von Alternativen und Aussteigern. Die Bewohner haben sich hier ein Stück Freiheit erhalten und leben einen wahren Gemeinschaftsgedanken nach eigenen Regeln. Eine Besonderheit ist, dass hier Marihuana toleriert wird, harte Drogen oder Waffen sind jedoch verboten. Der Realitäts-Check zeigt jedoch, dass der Verkauf von Drogen mittlerweile auch hier als Business gesehen wird und der Kommunen-Gedanke meiner Meinung nach nur noch zweitrangig herrscht. Der Besuch lohnt sich trotzdem. Fotos sind allerdings verboten, deswegen nur dieses Bild, das ich beim Eingang gemacht habe.
Christiania
Christiania

 

Nachdem ich jetzt so in Erinnerung geschwelgt bin, möchte ich auch ganz schnell meine nächste Reise buchen. Wohin verschlägt es euch als nächstes?

2 Gedanken zu „Die besten Kurztrips für ein langes Wochenende

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