Berlin bei Regen

Die warmen Sommertage sind nun endgültig vorbei und die Tage werden nasser und grauer. Aber wie heißt es so schön: Es gibt kein falsches Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung. Oder in diesem Fall: Für jedes Wetter gibt es auch die passende Aktivität.

Ich mag den Herbst und Winter ja allein deswegen schon sehr gerne, weil alles gemütlicher und kuschliger wird. Teetrinkend auf dem Sofa im neuen Lieblingsbuch schmökern, einen Serienmarathon starten oder ein heißes Bad gönnen und dabei Podcasts hören. Herrlich!

Aber auch draußen gibt es jede Menge zu entdecken, bei denen uns das graue Herbstwetter nicht stören soll. Im letzten Jahr habe ich euch bereits ein paar Ausflugstipps für Berlin im sonnigen Herbst gegeben.  Das möchte ich heute ergänzen und euch drei großartige Aktivitäten für Regentage in Berlin vorstellen:

berlin bei regen

Escape Rooms in Berlin

Escape Rooms gibt es mittlerweile in jeder größeren Stadt. Falls ihr bisher in keinem wart, vorab eine kurze Beschreibung: Mit zwei bis sechs Personen wird man für 60 Minuten in einen Raum eingesperrt und muss verschiedene Aufgaben bewältigen. Ziel ist es, versteckte Hinweise richtig anzuordnen, Codes zu knacken und sich aus dem Raum zu befreien.

Besonders empfehlen kann ich das Escape Game „Escape Berlin“ in Friedrichshain. Er ist der größte Escape Room Europas und bietet aktuell fünf Spiele an. Dabei gibt es unterschiedliche Level, so dass Anfänger und Profis auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

Spiel gegen die Zeit

 Ich durfte mit drei weiteren Freunden das Spiel Sherlock Holmes testen, was einen riesen Spaß gemacht hat und auch den ein oder anderen Überraschungsmoment beinhaltete. Unsere Aufgabe war es, den verschwundenen Sherlock Holmes zu finden. So hangelten wir uns von Rätsel zu Rätsel, knackten Codes, kombinierten neue Hinweise, krochen durch Tunnel und gaben alles, um Sherlock zu finden. Die Stunde verging wie im Flug und ich muss gestehen, wir haben den Fall wirklich gerade so in letzter Minute geknackt.

Escape Berlin
Quelle: Escape-Berlin.de

Große Spielauswahl bei Escape Berlin

Neben Sherlock Holmes, gibt es noch vier weitere Spiele bei Escape Berlin: Wer es gerne besonders schaurig möchte, dem sei Kidnapped ans Herz gelegt. Das Spiel bezieht sich auf den Horrorfilm SAW und man muss sich aus den Fängen eines verrückten Psychopathen befreien. Etwas seichter geht es bei Knast 13 zu: Hier muss man aus einem Gefängnis fliehen, wobei auch Körpereinsatz gefragt ist. Für Party-Runden oder auch Junggesellen-Abschiede eignet sich der Schnapsladen hervorragend. Bei diesem Spiel ist trinken explizit erlaubt und führt zur Lösung. Beim vierten Spiel Big Päng muss man eine WG einbrechen und einen Schatz entwenden. Auch hier ist viel Körpergeschick gefragt, um unbemerkt an den Lasern vorbeizukommen.

Escape Berlin
Quelle: Escape-Berlin.de

Perfekte Beschäftigung bei Regenwetter

Mein Fazit: Escape Games sind die ideale Beschäftigung an einem verregneten Tag oder Abend in Berlin. Ich habe bereits mehrere Escape Games in Berlin und München getestet und war von diesem wirklich begeistert. Das Spiel Sherlock Holmes ist eher mittelschwer und ich würde ein wenig Escape-Erfahrung empfehlen. Die Räume waren sehr detailliert eingerichtet und Sherlock Fans konnten das ein oder andere liebgewonnene Accessoire vom Meisterdetektiv entdecken. Wir hatten eine super Zeit und sind ganz scharf darauf ein weiteres Spiel zu testen.

Und falls ihr nicht nur in Berlin spielen wollt, findet ihr hier eine super Übersicht über alle Escape Games in Deutschland.

 

Unterwelten Tour in Berlin

 Ein weiterer Tipp für Regenwetter ist die Unterwelten Tour. Diese finden ganzjährig meist dreimal täglich statt. Bei dieser Stadtführung der besonderen Art erkundet man in Kleingruppen Berlin von unten.

Aktuell gibt es sieben Touren mit unterschiedlichen Schwerpunkten: So führt eine Tour beispielsweise in einen Bunker, der über einen U-Bahn-Eingang zugänglich ist. Der Bunker diente im 2. Weltkrieg als Schutzraum für Anwohner und Reisende. Im Kalten Krieg wurden die Bunker reaktiviert, um bei einem möglichen Atomkrieg als Schutzanlage zu dienen. Bilder und verschiedene Funde aus der Zeit vermitteln ein authentisches Bild der damaligen Situation.

Eine weitere spannende Führung ist die Tour M, die sich dem Thema Tunnelfluchten unter der Berliner Mauer widmet. Neben diverser Tunnelprojekte gibt die Tour auch einen guten Überblick über weitere Fluchtversuche in der DDR, berichtet von Geisterbahnhöfen und führt zu historischen Schauplätzen.

Berlin Unterwelten

Bei Tour 2 geht es erstmal in die Höhe: Hier wird ein Flakturm bestiegen, der 1940 erbaut wurde und vor Luftangriffen schützen sollte. Der Flakturm ist heute die noch größte existierende Bunkeranlage. Auf der Tour kann man drei der ehemals sieben Stockwerke erkunden. Zahlreiche Fotografien und Reliefs zeugen von der damaligen Zeit und machen den Wahnsinn deutlich.

Berlin Unterwelten Flakturm

Die Touren sind wirklich sehr bewegend und absolut empfehlenswert. Die Guides schaffen es gut, Geschichte durch persönliche Schicksale auf einfühlsame Weise zu vermitteln. Ich habe bereits drei Touren getestet und bin mir sicher, dass weitere folgen werden.

 

Deutsches Spionagemuseum

 Es bleibt geschichtlich: Mein dritter Tipp ist das Deutsche Spionagemuseum. Das interaktive Museum bietet einen Überblick über die Geschichte der Spionage, angefangen von 1500 v. Chr. bis zur Gegenwart.

Im ersten Teil des Museums liegt der Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert. Viele Gegenstände, Videos und Audios geben einen guten Überblick über Spionage zu dieser Zeit. Im Fokus liegt dann die Zeit des Kalten Krieges mit zahlreichen Berichten über Agenten, die die Seiten wechselten, in sogenannten Honigfallen verführt oder enttarnt wurden. Die teils skurrilen Methoden, die Agenten und Geheimdienste nutzten, werden multimedial dargestellt und zeigen, wie es sich zu dieser Zeit lebte.

Spionagemuseum Berlin

Der zweite Teil des Museums beschäftigt sich mit dem 21. Jahrhundert. NSA, Wikileaks oder Google stehen im Fokus und verdeutlichen, wer die wahren Geheimdienste der heutigen Zeit sind. Ein schönes Zitat, das die Denke der großen Datenkraken verdeutlicht, stammt von Eric Schmidt (CEO Google, 2009) „Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.

Besonders gut hat mir der Mix aus interaktiven Parts und anschaulichem Material gefallen. So gibt es immer wieder kleine Rätsel zu knacken, Geheimcodes zu dechiffrieren, versteckte Wanzen zu finden oder auch einen Laserparcours zu bewältigen. Das Museum eignet sich dadurch auch perfekt für Familien mit Kindern.

Spionagemuseum Berlin

Ich hoffe meine Tipps verschönern euch den Berlin-Besuch und halten euch auch bei Regen nicht auf, diese schöne Stadt zu erkunden.

Habt ihr weitere Ideen für die nasse Jahreszeit? Verratet es mir in den Kommentaren.

 

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