10 Dinge, die ihr vor eurer Irland Reise wissen müsst

Grüne Felder, steile Klippen, zahme Schafherden: so habe ich mir Irland immer vorgestellt. Und ich muss sagen, meine Annahme wurde absolut erfüllt. Aber nicht nur die weitläufige grüne Landschaft, auch die freundlichen Menschen, das herbe Guinness oder die Livebands im Pub sind Gründe für die nächste Irland Reise.

Schafe in Irland

Die zehn wichtigsten Fakten, die ihr vor eurer Irland Reise wissen müsst, habe ich euch nachfolgend zusammengeschrieben:

1. Transport in Irland

Irland hat etwa die Größe von Bayern. Möchtet ihr nicht nur einen Städtetrip machen, empfehle ich euch das Mieten eines Autos. Züge und Busse gibt es zwar, allerdings fahren diese nur große Knotenpunkte an, so dass ihr im Zweifel die schönsten Orte nicht zu Gesicht bekommt.

Möchtet ihr euch auf einen kleineren Radius beschränken, gibt es auch organisierte Fahrradtouren, mit denen ihr noch mehr Natur zu Gesicht bekommt.

Entscheidet ihr euch für das Automieten, bucht am besten schon einige Monate im Voraus bei der Autovermietung eurer Wahl.

Wenn ihr den Bus als Fortbewegungsmittel wählt, ist das Unternehmen Bus Eireann empfehlenswert. Achtet unbedingt darauf das Kleingeld für die Fahrt passend zu haben, da die Busfahrer kein Wechselgeld rausgeben. Eine Stadtfahrt kostet zwischen 0,70 Euro und 1,40 Euro.

Irland Castle

2. Autofahren in Irland

In Irland herrscht Linksverkehr, weswegen es sinnvoll sein kann ein Auto mit Automatikschaltung zu buchen. Ansonsten müsst ihr die Gangschaltung nämlich mit der linken Hand bedienen.

Abgesehen davon, ist das Fahren auf der linken Seite halb so wild. Überall stehen Hinweisschilder, die an das Linksfahren erinnern. Die einzige Herausforderung sind die extrem engen Straßen, sobald man den Highway verlässt. Die Straßen sind so schmal, dass teilweise kein Gegenverkehr vorbeikommt. Sobald ein Auto von der Gegenseite kommt, muss man selbst oder das entgegenkommende Fahrzeug rückwärts bis zur nächsten Einbuchtung fahren, um so aneinander vorbeizukommen.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Straßenränder sehr dicht mit Hecken bewachsen sind, die die Fahrspur noch weiter verschmälern. Aus diesem Grund kann man abseits vom Highway nur sehr langsam fahren. Der Vorteil ist, dass man mehr von der Umgebung sieht.

Eine weitere Besonderheit in Irland sind die Kreisverkehre. Die Iren scheinen diese zu lieben, da man diese gefühlt nach jedem Kilometer passiert. Die Kreisverkehre sind zweispurig und es ist wichtig, sich direkt auf der richtigen Spur einzuordnen: Möchte man an der ersten oder zweiten Ausfahrt abfahren, ordnet man sich von Anfang an auf der äußeren Spur ein und setzt den Blinker links. Fährt man erst an der dritten oder vierten Ausfahrt raus, benutzt man die innere Spur des Kreisverkehrs und blinkt von Anfang an rechts. Kurz vor der Ausfahrt blinkt man links, wechselt auf die äußere Spur und fährt ab. Die Fahrtrichtung ist natürlich nach links.

Bunte Häuser in Irland

3. Übernachten in Irland

In Irland gibt es zahlreiche Bed & Breakfasts (B&Bs), die etwas günstiger sind als die hiesigen Hotels.

Die B&Bs sind auch etwas persönlicher, da man meist bei den Besitzern im privaten Haus wohnt und diese dadurch besser kennen lernt. Oft gibt es nur wenige Zimmer, so dass man auch leicht mit anderen Reisenden ins Gespräch kommt. B&Bs sind allerdings oft schnell ausgebucht, so dass ich euch v.a. in der Hochsaison empfehle, einige Monate im Voraus zu buchen.

Natürlich gibt es auch schöne Hotels, AirBnBs und Hostels, die ihr über booking.com oder andere Seiten buchen könnt.

4. Essen in Irland

Vegetarier haben es in Irland nicht leicht. Schon die erste Mahlzeit des Tages, das full irish breakfast lässt den Cholesterinspiegel gewaltig steigen. Das klassische irische Frühstück besteht aus einem Spiegelei mit Bohnen, Tomaten, Schweins-Würstchen, Kartoffeln und Black and White Pudding. Der Pudding ist allerdings kein süßer Pudding, sondern Blut- und Leberwurst serviert in niedlicher Muffinform. Glücklicherweise gibt es meistens aber auch eine vegetarische Variante. Dazu wird Schwarztee mit Milch getrunken.

Auch die Hauptmahlzeiten sind relativ fleischlastig: Rindfleisch, serviert als Steak, Gulasch (Stewing Beef) und Schmorbraten (Roasts) oder auch Lammfleisch findet sich auf jeder Speisekarte. Als Beilage gibt es immer Kartoffeln, in den unterschiedlichsten Varianten. Beliebt sind außerdem diverse Eintöpfe (Stew), Fish & Chips oder auch Shepherds Pie, bestehend aus Hackfleisch mit feingeriebenen Kartoffeln.

Zum Essen wird kostenloses Mineralwasser serviert. Abends im Pub wird Guinness getrunken. Meist bestellt man einen Pint, was etwas mehr als einem halben Liter entspricht.

Cliffs of moher

5. Preise in Irland

In Irland zahlt man mit Euro. Im Vergleich zu Deutschland ist Irland allerdings ziemlich teuer, v.a. was die Lebensmittel betrifft. Für ein Pint Guinness zahlt man beispielsweise um die 7 Euro in einem Pub, für ein günstiges Abendessen um die 17 Euro.

Mittlerweile gibt es auch einige Discounter wie Lidl oder Aldi in Irland, in denen man zumindest etwas kostengünstiger einkaufen kann.

Benzinpreise sind dagegen auf einem ähnlichen Niveau wie in Deutschland und auch die Zimmerpreise sind ähnlich: Für eine Übernachtung zahlt man in der Hauptsaison zwischen 60 und 80 Euro pro Zimmer.

6. Verständigung in Irland

In Irland gibt es offiziell zwei Sprachen: Englisch und Irisch. Auch wenn Irisch nur von einer Minderheit gesprochen wird, gibt es zahlreiche Versuche, die Sprache lebendig zu halten. So gibt es Fernsehshows nur auf Irisch und auch im Radio switchen die Moderatoren permanent zwischen Englisch und Irisch.

Als Reisender kommt man mit Englisch wunderbar zurecht. Nur der irische Akzent kann etwas gewöhnungsbedürftig sein.

Strand in Irland

7. Beste Reisezeit für Irland

Wer nach Irland reist, sollte sich darüber bewusst sein, dass er keinen Sommer- und Strandurlaub vor sich hat. Auch im Hochsommer regnet es sicherlich einmal täglich.

Von Mai bis September ist Irland am wärmsten und weist die meisten Sonnenstunden auf, insofern bieten sich diese Monate am besten zum Vereisen an. Im Mai und Juni ist Irland zudem eine einzige Farbpracht, da überall die Rhododendronbüsche am Straßenrand blühen.

Die meisten Regentage erwarten euch im Januar, Juli, August und Dezember.

8. Packliste für Irland

Da das Wetter in Irland sehr wechselhaft ist, empfehle ich euch auf jeden Fall eine wetterfeste Regenjacke sowie einen kleinen Regenschirm. Aufgrund des Windes kommt der Regen oft aus allen Richtungen.

Außerdem solltet ihr festes Schuhwerk, um trittsicher zu wandern sowie warme Kleidung einpacken, die ihr getreu dem Zwiebellook in mehreren Schichten tragen könnt. Sonnencreme und Sonnenbrille sind im Frühling und Sommer unverzichtbar. Sinnvoll ist darüber hinaus ein bequemer Wanderrucksack.

Denkt außerdem an etwas Bargeld, eine Kreditkarte und einen Reiseadapter mit dreipoligem Stecker.

Farbenfrohes Irland

9. Anreise nach Irland

Von Deutschland gibt es Direktflüge nach Dublin, Cork, Shannon oder Kerry County. Am günstigsten sind die Flüge nach Dublin oder Cork.

Wenn ihr mit Flugzeug anreist und einen Flughafenshuttle in Anspruch nehmen wollt, beachtet, dass es meist auch günstigere lokale Busse gibt, die euch vom Airport in die City bringen. Diese fahren dann nicht so häufig wie der Flughafenshuttle, sind aber oft bis zu 20 Euro günstiger.

Natürlich kann man auch mit Auto und Fähre über Frankreich und Großbritannien einreisen oder mit dem Zug über Paris nach Großbritannien und dann wieder mit der Fähre übersetzen.

10. Reiseroute für Irland

Wenn ihr für 10 Tage nach Irland reist und einen Mix aus Stadt- und Aktivtrip plant, kann ich euch folgende Reiseroute ans Herz legen:

Tag 1 – 3: Dublin

Tag 4 – 5: Galway, Connemara National Park, Cliffs of Moher

Tag 6- 7: Killarney, Dingle, Ring of Kerry

Tag 8- 9: Cork, Kilkenny, Cobh

Tag 10: Dublin

 

Ich hoffe die Tipps und Bilder machen euch Lust auch ganz bald nach Irland zu reisen. Habt ihr weitere Anregungen und Empfehlungen? Verratet es mir in den Kommentaren.

Tipps für Irland

 

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