Galapagos Inseln auf eigene Faust – Tipps und Tricks

Teil 1 – Santa Cruz

Weiße Strände, einzigartige Landschaften und eine einmalige Tierwelt. Während einer Ecuadorreise sind die Galapagos Inseln definitiv ein Highlight.

Ob im Reisebüro oder im Biologieunterricht, jeder hat schon mal von den Galapagosinseln gehört und nicht umsonst steht das Inselarchipel bei vielen ganz oben auf der Reiseliste. Wenn das bei dir auch so ist, findest du im folgenden Artikel viele Tipps, die es dir als Individualtourist leichter machen die Inseln zu erkunden.

Wir waren im November 2019 für 5 Tage auf den Inseln Santa Cruz und der Isla Isabella. Es ist definitiv ein Reiseziel, das ganzjährig besucht werden kann. Insgesamt gibt es drei bewohnte Inseln, die auf eigene Faust erkundet werden können: Santa Cruz, San Cristobal und Isabella. Einen Flughafen gibt es lediglich auf Santa Cruz und San Cristobal. Isabella ist nur mit dem Schnellboot von den beiden anderen Inseln erreichbar. In diesem Beitrag geht es um die Anreise und um die Insel Santa Cruz. Im zweiten Teil erfahrt ihr dann mehr über die Isla Isabella

1. Visum und Einreise

Wir haben die Flüge etwa zwei Monate im Voraus gebucht. Unser Abflughafen war in Guayaquil, Ecuador, man kann aber auch von Quito fliegen. Am Flughafen gibt es neben der Gepäckaufgabe noch einen Extraschalter für Flüge auf die Galapagosinseln. Hier zahlt man zusätzlich $20 für die Ausreise. Das Handgepäck wird extra überprüft und versiegelt, hierfür sollte man sich unbedingt einen Zeitpuffer einplanen. Ein zusätzliches Visum muss man vorher nicht beantragen, das bekommt man mit der Einreise auf die Inseln.

Wenn man nach Santa Cruz fliegt, landet man bei der Ankunft auf Baltra, einer kleine Nebeninsel von Santa Cruz, auf der sich nur der Flughafen befindet. Hier werden bei Einreise $100 Nationalparkgebühr direkt am Zoll bezahlt. Die Gebühr kann nur in Bar bezahlt werden. Deshalb empfehle ich euch: Hebt vorher ausreichend Bargeld ab, denn Geldautomaten sind auf den Inseln eher selten. Wichtig zu wissen ist, dass in ganz Ecuador, also auch auf den Galapagos Inseln, keine größere Banknote als der 50-Dollar-Schein angenommen wird. Die Einreise dauert wieder etwas länger, da das Handgepäck sehr genau geprüft wird. Hier wird streng darauf geachtet, dass keine offenen Lebensmittel eingeführt werden. Außerdem wird jeder Wanderschuh auf Schmutzpartikel, speziell Pflanzensamen, überprüft.

Sobald man alle Kontrollen hinter sich hat, geht es mit dem Bus weiter zu einem kleinen Hafen. Von dort findet die Überfahrt auf die Insel Santa Cruz statt. Die Busse warten für alle Touristen direkt vorm Flughafen und die fünf Dollar für die Fahrt zahlt man ebenfalls gleich am Zoll. Es gibt keinen anderen Weg nach Santa Cruz, deshalb kann man beruhigt den anderen Touristen folgen. Die Überfahrt dauert fünf Minuten. Um in die Stadt zu kommen, kann man sich dann zwischen Bus, Taxi oder Sammeltaxi entscheiden. Die Fahrt dauert je nach Wahl 30 bis 45 Minuten. Wir haben den Bus genommen, das ist auch am kostengünstigsten und macht zeitlich kaum einen Unterschied.

2. Das Stadtzentrum von Santa Cruz

Santa Cruz ist eine der drei bewohnten Inseln mit der quirligen Hafenstadt Puerto Ayora. Sobald man ein Stück außerhalb der Stadt ist, beginnt das Naturschutzgebiet. Am Hafen wird man direkt von den Locals empfangen – den Seelöwen. Es gibt viele Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten, in denen man sich mit Lebensmitteln und kleinen Snacks eindecken kann. Direkt an der Küstenstraße ist es sehr touristisch. Folgt man aber der Straße ein Stück weiter stadteinwärts, gibt es auch sehr schöne Straßenzüge mit Essensständen, die zum Beispiel fangfrischen Fisch und andere Meeresfrüchte für kleineres Budget anbieten. Meine persönliche Empfehlung ist hier die Straße Charles Binford. Die Straße besteht aus vielen kleinen Restaurants mit Tischen auf der Straße, die auch von Einheimischen besucht werden. Wir haben hier sehr guten Hummer für 25$ gegessen.

Fangfrischer Hummer

3. Unterkünfte und Ausflüge

In Santa Cruz waren wir in zwei verschiedenen Unterkünften. Beides haben wir vorab gebucht, was auch für die Einreise wichtig ist. Ein Hotel war das Azul y Verde, das liegt etwa 15 Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum. Das Hotel hat kleine, teilweise etwas dunkle Zimmer mit Klimaanlage. Das Frühstück ist sehr gut und es gibt sogar einen Pool mit Liegen. Wir waren Ende Oktober, also der Nebensaison, vor Ort und es waren kaum andere Gäste anwesend.

Unser zweites Hotel auf Santa Cruz war das Hotel Castillo. Dieses schöne Hotel ist wie eine Burg aufgebaut. Die Zimmer sind einem Turm nachempfunden, vergleichsweise riesig und sehr schön eingerichtet. Auch der Inhaber ist sehr hilfsbereit, gibt viele Tipps für den Aufenthalt und unterstützte uns zum Beispiel bei der Abreise.

Hotel Santa Cruz

Am ersten Nachmittag auf der Insel ging es für uns zur Darwinstation. Der Besuch ist kostenlos, es werden aber auch bezahlte Führungen, in denen man mehr über die Forschung vor Ort erfährt, angeboten. Man bekommt aber auch ohne eine bezahlte Führung Einblicke in die Forschungsprojekte und Informationen über die Flora und Fauna auf den Inseln. Auf dem Weg dorthin begegnet man Meerechsen, vielen Vögeln, wie den berühmten Darwinfinken und natürlich auch den Galapagosschildkröten.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zu „Las Grietas“. Das ist eine mit Süßwasser gefüllte Schlucht, die zum Meer führt und zum Baden einlädt. Dafür nimmt man von Puerto Ayora ein Taxi Boot, das kostet um die 0,50 $ pro Person. Das Taxi Boot bringt einen auf die andere Seite des Hafens zum Angermeyer Point, der Anlegestelle des berühmten Angermeyer Hotels auf Santa Cruz. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten. Dort angekommen weisen bereits viele Hinweisschilder den Weg zur Schlucht. Nach ca. 500 Metern trifft man auf einen Strand, der in einer geschützten Bucht liegt. Der Weg führt ungefähr einen Kilometer über einen Naturpfad bis hin zu Las Grietas.

Von hier nimmt man die Holztreppe hinunter in die Schlucht und genießt das kühle, klare Wasser. Man kann aber auch zuerst an der Oberkante der Felsenschlucht Richtung Meer laufen. Von dort hat man eine sehr gut Aussicht auf die Schlucht und am Ende einen freien Blick aufs Meer. Man sollte bei diesem Ausflug unbedingt die Badesachen und auch einen Schnorchel einpacken, denn Ausleihen vor Ort ist zumindest in der Nebensaison nicht möglich.

Das waren nun in Kurzform meine Erlebnisse auf Santa Cruz. Ich hoffe ihr könnt einige Tipps für eure Reise mitnehmen. Bald geht es hier weiter mit Infos zur Isla Isabella. Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß bei eurer Reiseplanung und lasst mir gerne einen Kommentar da, wenn ihr Fragen habt 🙂

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