Der Westen Irlands: Galway, Connemara und Cliffs of Moher

Die Stadt Galway gehört zu meinen Highlights in Irland. Die quirlige Stadt an der Westküste ist voll von Musik und gut gelaunter Menschen. Plant ihr einen Roadtrip an der Westküste Irlands, ist Galway ein idealer Zwischenstopp. Von hier könnt ihr diverse Ausflüge ins Umland unternehmen und abends bei einem kühlen Guinness neue Energie tanken.

Galway ist eine große Universitätsstadt und versprüht ein internationales, künstlerisches Flair. Es gibt eine große Fußgängerzone, in der sich Pub an Pub reihen, kleine Restaurants verstecken und auch der ein oder andere Shop seine Waren anbietet. Das Schöne an Galway ist, dass das Leben auf der Straße stattfindet. Zahlreiche Straßenmusiker und Artisten präsentieren sich jeden Abend einem bunt gemischten Publikum, teilweise kommt man kaum durch die Straßen, weil sich ständig Menschentrauben um die Künstler bilden.

6 Dinge, die ihr in Galway erleben solltet:

  • Spaziergang durch das Latin Quarter: Startet vom Eyre Square in Richtung Shop Street, die in die High Street und schließlich die Quay Street übergeht. Ihr befindet euch hier in der Fußgängerzone, in der es zahlreiche Shops, Pubs und Restaurants gibt. Am Ende der Fußgängerzone landet ihr am Hafen. Links befindet sich das spanische Tor, das zu Ehren Christoph Columbus gebaut wurde. Scheinbar hat dieser hier den Tipp bekommen, mal Richtung Westen zu segeln. Am Hafen könnt ihr auch noch ein Stück weiter am Wasser entlang laufen mit Blick auf die bunte Häuserfront.
  • Essen gehen in der Quay Street: Hier reihen sich Restaurant an Restaurant. Besonders empfehlen kann ich das Quay Street Kitchen oder das Ard Bia at Nimmos, direkt beim spanischen Tor. Bei beiden Lokalen solltet ihr unbedingt vorab reservieren.
  • Den Musikern und Künstlern auf der Straße zuschauen: Jeden Nachmittag bis spät abends kann man andächtig verschiedenen Musikern lauschen, Theatergruppen beobachten oder Artisten bejubeln, die alle möglichen Shows und Tricks parat haben. Lasst euch einfach treiben und unterhalten.
  • Eis essen bei Murphys: Die Eismanufaktur Murphys stammt ursprünglich aus Dingle, ist aber glücklicherweise in mehreren irischen Städtchen ansässig. Hier könnt ihr die verrücktesten Sorten probieren von Irish brown bread, Dingle Sea Salt, Irish Coffee oder Dingle Gin. Murphys kreiert regelmäßig neue Sorten und es lohnt sich auf jeden Fall möglichst viel zu probieren.
  • Livemusik in einem der Pubs genießen: Was wäre Irland nur ohne Pubs? Am besten ihr wählt nach Zufall aus, wo euch die Musik gerade am meisten anspricht. Livemusik wird in den meisten Pubs täglich gespielt und die Stimmung ist immer gut.
  • An einem Festival teilnehmen: Galway ist zurecht europäische Kulturhauptstadt 2020. Über das Jahr verteilt gibt es diverse Festivals und Events, wie z.B. das Galway Arts Festival im Juli, das Early Music Festival im Mai, die Galway Races im August oder auch das internationale Oyster Festival im September. Wenn ihr in diesen Monaten in Galway seid, nehmt unbedingt daran teil.

Tagesausflug von Galway: Wanderung im Connemara-National Park

1,5 Stunden nordwestlich von Galway entfernt, befindet sich der Connemara-National Park. Der 2.000 Hektar große Park ist ganzjährig geöffnet und neben zahlreichen Vogelarten auch Heimat der wilden Connemara Ponys.

Der Eingang des Parks ist in Letterfack Village, wo sich auch Parkplätze und ein Besucherzentrum befinden. An belebten Tagen müssen die Autos allerdings zusätzlich auf den Straßenrand ausweichen und ihr müsst euch auf einen etwas längeren Weg zum Parkeingang einstellen. Im Besucherzentrum gibt es neben einer kleinen Ausstellung zum Nationalpark, ein Café, Toiletten und Informationen rund um die Wanderungen.

Tipps für Irland

Am Besucherzentrum startet die 7 Kilometer lange Wanderroute auf den Diamond Hill. Die Strecke ist relativ einfach und wird erst gegen Ende etwas anspruchsvoller, da ihr dann auch klettern müsst. Allerdings darf man den Wind nicht unterschätzen. Am Gipfel konnte ich mich aufgrund der starken Böen, kaum noch vorwärts bewegen.

Der Aufstieg lohnt sich aber, denn die Aussicht ist wirklich grandios: malerische Berge, weitläufige Moor- und Heidelandschaften, Wiesen und Wälder soweit das Auge reichen. Sogar das Schloss Kylemore, in dem seit 1920 auch das Kloster Kylemore Abbey untergebracht ist, ist gut zu sehen und passt sich fast märchenhaft in die Landschaft ein. Die Wanderung ist als Rundweg möglich und lässt sich wunderbar mit einer Besichtigung von Kylemore Abbey verbinden.

Schafe in Irland

Ausflug zu den Cliffs of Moher

Das Ausflugsziel in Irland mit den meisten Besuchern pro Jahr sind die Cliffs of Moher. Die steilen Klippen zieren fast jede Postkarte und sind wirklich gigantisch anzusehen. Sie haben eine Höhe von 214 Meter am höchsten Punkt und erstrecken sich über 8 Kilometer entlang der Westküste.

Von Galway benötigt ihr mit dem Auto etwas über eine Stunde. Angekommen bei den Klippen, gibt es einen großen Parkplatz, an dem man direkt 8 Euro Eintritt zahlt. Bevor ihr eure Tour startet, lohnt sich ein kurzer Abstecher im Besucherzentrum. Das ökologische und energieeffiziente Gebäude passt sich mit seinen Grasdächern perfekt in die Landschaft ein und erinnert ein wenig an Hobbit-Häuser. Drinnen gibt es eine Ausstellung, die die Klippen aus unterschiedlichen Aspekten beleuchtet. Bleibt auf keinen Fall länger als 30 Minuten im Besucherzentrum, denn das wahre Spektakel wartet draußen auf euch.

Eine ca. 15-minütige Wanderung führt euch zum Leuchtturm – den O’Brien’s Tower. Der Turm wurde 1835 als Aussichtspunkt für Touristen erbaut, die schon im 19. Jahrhundert von der fantastischen Aussicht der Cliffs of Moher schwärmten. Lauft ihr in die andere Richtung bis zum Hags Headview, werdet ihr nach und nach immer weniger Touristen begegnen. Haltet unterwegs Ausschau nach Papageientaucher, die von April bis Ende Juli auf der Goat Island brüten.

Cliffs of moher

Aus Sicherheitsgründen ist der Klippenrand mit einer kleinen Mauer geschützt. Dennoch gibt es genug Möglichkeiten großartige Fotos zu schießen und die einmalige Landschaft zu genießen.

Wer eine längere Wanderung zu den Klippen machen möchte, kann bereits im Städtchen Doolin starten und 18 Kilometer bis zu den Cliffs of Moher laufen.

Stopps zwischen Galway und Cliffs of Moher

Seid ihr mit dem Auto von Galway in Richtung Cliffs of Moher unterwegs, legt auf jeden Fall einen kurzen Stopp im Burren-Nationalpark ein. Es handelt sich hierbei um ein 250 km² großes Kalksteingebiet, welches stark an eine Mondlandschaft erinnert.

Ein weiterer Zwischenstopp ist das Dunguaire Castle, das im 15. Jahrhundert als typisches Towerhouse erbaut wurde. In der heutigen Zeit dient es als Filmkulisse oder für Mittelalter-Banketts. Burgen und Schlösser dieser Art finden sich im County Galway und Limerick zuhauf.

Irland Castle

Nördlich von Galway liegt die Mannin Bay – ein beinahe unberührter, traumhaft schöner Strand. Zugegeben, wir haben echt lange gebraucht, um den Strand zu finden und der Weg war auch etwas abenteuerlich. Aber der Zwischenstopp hat sich definitiv gelohnt! Der Strand bietet sich für lange Spaziergänge an und auch Wasseraktivitäten wie Kayak oder Schnorcheln werden angeboten.

Mannin Bay Irland

Wenn auch ihr einen Roadtrip in Irland plant, findet ihr in diesem Beitrag viele weitere Tipps für eure Reise sowie einen Routenvorschlag für 10 Tage.

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